| Diorama Bau |
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Bisher enthaltene Dioramen und Detailszenen (1:160): Diorama-Bau kann man als "Fingerübung" bauen, um neue Basteltechniken auszuprobieren ... und man kann natürlich die Detailszenen -- bequem und ohne Verrenkungen am Schreibtisch sitzend gebaut -- später in die große Anlage einbinden.
1. Schacht Itzenplitz, Kohlegrube nach realem Vorbild
Zunächst habe ich im Internet Bilder gesammelt und aus den verschiedenen Ansicht die ungefähren Maße abgenommen: Grundfläche des (Haupt-)Gebäudes ca. 60 x 52 mm, Höhe des Förderturms bis Achse des Förderrades ca. 110 mm. Konstruktion des Gebäudeaufrisses erfolgte am PC, Papierausdruck geschnitten, gefaltet, geklebt und von innen mit Karton verstärkt. Dach mit quadratischem Stutzen aus EVERGREEN-Profilplatten konstruiert, ebenso Dach für Eingangsvorbau. Grundkonstruktion von Fördergerüst aus Polystyrolplatten bzw. EVERGREEN-StripStyrene gebaut.
Außerdem habe ich zwei Loren gebastelt: Fundament aus 1,5 mm Styren (oder Polystyrol), Stirnplatten aus 0,25 mm; für die Räder mit Lochzange 2,5 mm Kreise aus 0,5 mm Styren gestanzt und Kreise 3 mm aus 0,25 mm Material, möglichst zentrisch übereinandergeklebt ergeben sich kleine Räder mit Spurkränzen. Die Behälter sind aus den Innenverpackungen von einem Preiser-Figurenset (siehe auch Basteltipps-Datenbank).
Nächste Stellprobe mit dem weiterbearbeiteten Förderturmgerüst: die Verstärkungsprofile sind montiert, ebenso die Umlenkräder im Förderturm. Die hatten mir zunächst Sorgen bereitet, ließen sich dann aber doch recht mühelos bauen: mit einem Kreisschneider Ringe aus 0,25-mm-Styren geschnitten, mit der Lochzange dto. einen kleinen Kreis fürs Zentrum; dann die Speichen aus 0,5 x 0,5 mm StripStyren aufgeklebt (siehe Foto links). Nachdem alle Speichen geklebt waren, einen zweiten Ring und eine zweite Nabenscheibe aufgeklebt, dann mit einem 0,8-mm-Handbohrer die Bohrung für die Achse gebohrt. Es sind noch nicht alle Geländer und Treppen komplett und der Turmaufsatz ist noch nicht verklebt, aber es geht vorwärts ...
2. Das langsame Sterben des Pwg 14
Die Geschichte zum Diorama: der Leidensweg des Pwg 14 Und heute: ein paar herrenlose Katzen fühlen sich inzwischen als Besitzer des Wagens ... Mutter Lahmann, die ihre Laube ganz in der Nähe hat, kommt einmal am Tag mit einem Schälchen Futter vorbei. Kater Felix, der Herr im Haus, hält vom Dach des Waggons Ausschau, damit er ja nicht die Ankunft von Mutter Lahmann verpasst.
Und auch die nächste Generation der Halbwüchsigen stößt bei ihren Streifzügen früher oder später auf diesen Platz: Timo, der kleine Draufgänger, untersucht erstmal das Autowrack, während Tommi, lieber abhauen und Fußball spielen möchte; dem Bernhardiner Benno ist das eigentlich egal, die Hauptsache er kann dabei sein -- Gottseidank hat er die Katzen noch nicht entdeckt.
Zur Technik:
3. Familie Müller macht Camping
Die fertige Szene auf 9 x 9 cm im Überblick: ein Bachlauf, eine Brücke, ein Zelt im Aufbau, der Grill bereits angeheizt, Kartoffelsalat und Bier stehen schon auf dem Tisch ...
Weitere Fotos:
Zur Bauweise von Tisch und Stühlen: siehe Tricks- und Tipps-Datenbank. Die Liegestühle und die sitzenden Figuren sind aus dem NOCH-Set "Familienausflug".
Zur Bauweise des Zeltes: siehe Tricks- und Tipps-Datenbank. Für den Baum wurde ein Stück Kupferlitze auf ca. 15 mm Länge verzwirbelt und in diesem Bereich gelötet. Einzellitze nach oben (Äste) und unten (Wurzeln) aufgefächert. Mit brauner Farbe gestrichen, dann Astbereich in Leim getaucht und mit Beflockungmaterial bestreut; später an einigen Stellen einzelne Flocken ergänzt.
Und ein Fahrrad wollten die Müllers ja auch mitnehmen ... da lehnt es am Wagen (Fahrrad von Ndetail):
4. Hella's Imbiss
Zunächst der Rohbau aus StripStyren von EVERGREEN (0,5 x 0,5 mm) und Polystyrolplatten unterschiedlicher Stärken von 0,25 bis 1,0 mm:
Das Dach ist mit "Wellblech" aus Computer-Flachkabel gedeckt, Bilder für Beschriftung aus dem Web gefischt und ausgedruckt; dto. Bilder vom Inhalt der Getränkekühlschränke hinter Folie geklebt und in die Kühlschrankrahmen aus Polystyrol eingesetzt:
Die Szene wurde dann durch Figuren und Autos angereichert. Die Sonnenschirme mit Stehtischen sind am PC konstruiert; die auf die Haltestange aufgeschobenen und geklebten Stehtische sind aus PVC-Folie mit einem Locher gestanzt und mit einem Handbohrer 0,7 mm in Stärke der Stangen (Blumendraht) mittig durchbohrt. Die Bistrotische und-Stühle stammen von Ndetail
Auf dem Tisch sind Currywurst, Bierflaschen, Kaffeetasse und eine Schüssel drapiert. Das geht auch in 1:160! Rohmaterial waren teilweise Kleinteile aus dem Schiffsmodellbau; die Currywurst auf ihrer "Papp-Unterlage" ist ein Stückchen gebogener 0,3-mm-Messingdraht mit roter Acrylfarbe "bekleckert" und auf einen schmalen Papierstreifen geklebt:
Die fertige Szene ist inzwischen in ein Modul integriert.
5. Pflasterstraße mit Unfall
"Bauer Hinrichsen hat aus lauter Übermut seine beiden Gäule vor den Plattenwagen gespannt und wollte mal wieder zusammen mit seinem Landarbeiter "wie in alten Zeiten" übers Land fahren ... und bei dieser Gelegenheit frisches Stroh zur Pferdekoppel bringen. Kaum bog er auf die alte Kopfsteinpflasterstraße ein, da passierte das Maleur: Achsenbruch! ... und ausgerechnet da kommt ihm Bauer Krüger mit seinem Trecker entgegen, muss notgedrungen anhalten und stellt sich klugscheißernd dazu (Der muss gerade lästern mit seinem betagten Hanomag-Trecker, der machts doch auch nicht mehr lang!). Nicht genug damit: von der anderen Seite will nun ein alter Käfer, wohl ebenfalls auf Nostalgietour, die Stelle passieren ..."
Die Strohballen bestehen aus Balsaholzklötzchen, die erst in gelber Dispersionsfarbe und dann in gelben Grasfasern gewälzt wurden. Die Käfertüren wurden mit dem Skalpell "geöffnet". Zuvor wurde allerding die Materialstärke im Türbereich mit einem langsam laufenden Diamantfräser auf der Innenseite "weggedremelt". So musste man sich mit dem Skalpell Schnitt um Schnitt nur noch durch eine reduzierte Materialstärke arbeiten. Auch im Scharnierbereich wurde die Tür eingeritzt, dann aufgebogen und in offener Stellung mit Kunststoffkleber fixiert. Dir Nummernschilder (beim Käfer ein Saison-Kennzeichen ;-) wurden mit einem Farblaserdrucker auf 100g-Papier gedruckt, Felgen, Scheinwerfer und Rücklichter farbig abgesetzt (siehe auch Tipps- und Tricks: "Autos supern"). Trecker und Anhänger wurden mit Pulverfarbe gealtert.
6. Pferdekoppel
Der Zaun wurde aus 0,7-mm-Draht (Pfähle) und 0,15-mm-Kupferlackdraht (Draht) gebastelt; siehe auch Tipps- und Tricks "Weidezaun". Der Wasserwagen besteht aus dem Stück eines 6-mm-Dübels, einere LKW-Achse und diversen Kleinteilen Plastik, Draht usw. Das Tor zur Koppel ist aus StripStyren 0,5x0,5 mm sowie 0,5x0,25 mm geklebt. Der Baum ist zunächst aus Kupferlitze gedrillt und geformt, anschließend verzinnt un belaubt.
7. Diorama 20x20 cm; Wettbewerbsbeitrag beim Spaßbahner-Contest
Die Aufgabenstellung: auf 20x20 cm sollte eine Szene dargestellt werden, bei der mindestens 10 "Spaßbahner" in gemütlicher Runde und angemessener Umgebung beisammen sitzen sollte. Veranstaltet wurde der Wettbewerb 2008 von dem Spur-N-Forum www.spassbahner.com.
Baufotos + Baubericht:
Die fertige Szene:
Die Szene musste natürlich in einen glaubwürdigen Zusammenhang gestellt werden. Deshalb gab es eine Geschichte zu dem Diorama: Wir schreiben das Jahr 2013 und wagen einen Blick zurück: Fast 5 Jahre ist es inzwischen her, dass in Darmstadt das erste Spaßbahnertreffen mit Modulen stattfand. Kuschelig und gemütlich war es damals in Darmstadt! Ein attraktives Ambiente, die ersten fertigen Spaßbahner-Module zu einer kleinen Arrangement zusammengestellt - ein Eisenbahnwaggon reichte aus, um die Anlage aufzunehmen. Viel Fahrspaß, interessante Gespräche - ein voller Erfolg. Beim nächsten Fahrtreffen musste schon ein Turnhalle her, um die stetig wachsende Zahl der Spaßbahnermodule aufnehmen zu können, alles entwickelte sich prächtig! Noch ein Jahr später wurde das Kongresszentrum Fulda angemietet - die 2500 qm große Esperantohalle wurde zwar noch nicht ganz von der Modulanlage ausgefüllt, aber da die angrenzenden Hallen für die Stände der Kleinserienhersteller und sonstigen Anbieter nicht ausreichten, konnten einige Stände noch in dieser Halle untergebracht werden. Ab 2011 war dann klar: ausreichend Platz für die Spaßbahnertreffen, die sich inzwischen zu einer veritablen Messe gemausert hatte, konnte nur ein Messegelände bieten. Das zähe Ringen zwischen der Frankfurter Messe und der Messe München konnte schließlich München für sich entscheiden. Man munkelt, dass da wieder etliche Hektoliter Zipfer im Spiel waren.
Eigentlich könnte man stolz und glücklich sein über den riesigen Erfolg der Spaßbahnerbewegung. Das Wort „Spassbahner" war auch im englischen Sprachraum inzwischen ein gängiger Begriff wie „Kindergarten", neben der deutschsprachigen Spaßbahner-Sektion gab es inzwischen auch eine englisch-sprachige mit Sitz in Vancouver, die vom dorthin ausgewanderten Paul alias Jack geleitet wurde und neben der Spaßbahner-Messe in Deutschland wurde 2012 auch erstmalig in Singapur die Spaßbahner-Messe Asien-Ozeanien von Eberhard, Steve und Claus organisiert. Wie gesagt: eigentlich könnte man ja stolz und glücklich sein! Aber irgendwie sehnten sich die Gründungsmitglieder der Spaßbahnerbewegung nach „der guten alten Zeit" zurück. Und jaffa machte sich auf die Suche! Gar nicht so einfach: Abgelegen und versteckt sollte der Ort sein, nur schwer mit normalen Verkehrsmitteln erreichbar, auch aus der Luft nicht einzusehen. Man erinnere sich nur an das Vorjahr, als der „harte Kern" der Spaßbahner am Rande der Münchener Messe auch mal ein paar Stunden unter sich sein wollte: man hatte ein nettes kleines Lokal am Tegernsee dafür ausgesucht und das ging gründlich daneben: sei es, dass jemand vom Personal geschwatzt hat oder ob es der von besonders aufdringlichen Fans gecharterte Hubschrauber war - jedenfalls hatte man gerade die erste Runde Zipfer bestellt, als bereits Horden von Spaßbahner-Fans das Lokal stürmten, um auch mal den Geländegestaltungs-Guru Paul anzufassen oder ein Autogramm von Elektronik-Genie Bernd zu ergattern ... Der Zufall kam jaffa zur Hilfe: schon fast verzweifelt saß er bei einem Zipfer in einer Jausenstation im deutsch-österreichischen Grenzgebiet, wollte seinen Frust mit einem 4-stöckigen Obstler ertränken, als er mit einem steinalten Herrn am Nebentisch ins Gespräch geriet. Der rüstige Rentner stellte sich dann als ehemaliger Braumeister der Zipfer-Brauerei heraus und nach einigen weiteren Zipfern, die natürlich auf jaffas Rechnung gingen, kam der entscheidende Hinweis: Da gäbe es doch im Grenzgebiet einen inzwischen nicht mehr genutzten Lagerkeller der Zipfer-Brauerei (ihr versteht sicher, wenn die genaue Lage und Ortsbezeichnung hier nicht preisgegeben wird). An der inzwischen aufgelassenen Bahn-Nebenstrecke nach XXX gelegen, und auch nur über diese zu erreichen, seit nach der letzten Schneeschmelze Teile des Weges in der Schlucht des Zipfelgrunds weggespült wurden. Die Zipferbrauerei unterstützte nach Kräften das Vorhaben, reaktivierte die Stromversorgung in dem Lagerkeller, installierte einen großen Zipfer-Kühlschrank samt Inhalt und sorgte für eine einfache, aber dennoch gemütliche Möblierung. Und das alles unter größter Geheimhaltung.
Am Tag X - die diesjährige große Spaßbahnermesse in München neigte sich bereits dem Ende entgegen - verließ der „harte Kern" der Spaßbahner frühmorgens durch den Hinterausgang das Hotel Bayerischer Hof, in dem man sich traditionsgemäß eingemietet hatte, bestieg drei Stretchlimousinen mit abgedunkelten Scheiben und raste zum Holzkirchner Bahnhof, während die Groupies und Spaßbahner-Fans am Haupteingang des Hotels vergebens warteten. Dann begann das etwas mühsame Ausladen der Module ... über den Schotter, am Fuße der Kapelle entlang, die Treppe hinunter ... aber mit vereinten Kräften war das in einer halben Stunde erledigt ... nur ging leider Pauls Modul Rattlesnake-Creek beim Transport über die steile Treppe zu Bruch - Roland, der beim Tragen half, kam beim Abstieg ins Stolpern. Der Aufbau der kleinen Modulanlage des allerersten Spaßbahner-Fahrtreffens war dann auch schnell geschafft. Ab da war es nur noch Genuss pur! Fachsimpelei, Fahrspaß, Zipfer und Almdudler ... und Thomas hatte wieder seine legendären Brat-Currywürste mitgebracht und heizte gerade den Grill vorm Eingang des Felsenkellers an. Ja, so war's, das Spaßbahner-Traditionstreffen im Jahr 2013!
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